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Leseprobe 1 Elaine glitt von ihrem Ast und wandte sich noch einmal um nach dem Weg, den sie in der Nacht zurückgelegt hatte. Aber der Bach, den sie soeben überquert hatte, lag wie hinter einem zarten durchsichtigen Schleiergebilde – ja, die gesamte Gegend unmittelbar hinter ihr schien jetzt wie jenseits einer gläsernen Wand. Überrascht fasste Elaine danach, sie berührte eine klare, weiche Masse, die jedem Druck elastisch nachgab, aber nicht zu durchdringen war. Die Welt, aus der sie gekommen war, war für Elaine unerreichbar geworden – eine gläserne Wand hatte sich zwischen sie und ihr bisheriges Dasein geschoben! Welch ein Gefühl: abgeschnitten von allem Bekannten, von jeder Vergangenheit, kein Zurück mehr möglich, unwiderruflich auf sich im Hier und Jetzt gestellt! Elaine wandte sich verwirrt wieder nach vorne um – ein neuer Schrecken wollte sie lähmen: Sie sah nun vor sich durch fahles Buschwerk plötzlich in eine weite dürre Steppenlandschaft mit kargen Dornbüschen und einzelnen seltsam geformten Trockenbäumen, die sich in der Ferne in gewaltigen Dünen verlor. Heiße, glutvolle Luft schlug ihr daraus entgegen, der Wind wirbelte ihr Sand und Staub in Nase und Augen, ihr schwindelte, für Augenblicke verlor sie den Halt und ihr war, als fiele sie unaufhaltsam in große Tiefen. Mit beiden Händen griff sie um sich, spürte wieder den heißen Sand und konnte sich mühsam auf ihre Knie aufrichten. Sie bemühte sich zu erkennen, wo sie sich befand. Dabei verspürte Elaine das Gefühl einer Nähe, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, sie wandte den Kopf – und sah in ein paar große tiefbraune Augen, die mit einem Ausdruck ruhiger Achtsamkeit auf sie gerichtet waren.
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